Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Christian August Scheller</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_August_Scheller"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Christian_August_Scheller rootpage-Christian_August_Scheller skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Christian August Scheller</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Christian August Scheller</b> (* <a href="24._M%C3%A4rz" title="24. März">24. März</a> <a href="1769" title="1769">1769</a> in <a href="L%C3%BCbben_(Spreewald)" title="Lübben (Spreewald)">Lübben</a>, <a href="Niederlausitz" title="Niederlausitz">Niederlausitz</a>; † <a href="4._Oktober" title="4. Oktober">4. Oktober</a> <a href="1848" title="1848">1848</a> in <a href="Racib%C3%B3rz" title="Racibórz">Ratibor</a>) war ein deutscher <a href="Jurist" title="Jurist">Jurist</a> und <a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">preußischer</a> Justiz<a href="Beamter_(Deutschland)" title="Beamter (Deutschland)">beamter</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Christian August Scheller war eines von fünf Kindern des <a href="Altphilologe" class="mw-redirect" title="Altphilologe">Altphilologen</a> und <a href="Lexikografie" title="Lexikografie">Lexikografen</a> <a href="Immanuel_Johann_Gerhard_Scheller" title="Immanuel Johann Gerhard Scheller">Immanuel Johann Gerhard Scheller</a> und dessen Ehefrau Johanna Eleonora Scheller geb. Schliebner. Die Familie zog 1772 nach <a href="Brzeg" title="Brzeg">Brieg</a>.
</p><p>Er besuchte das <a href="Gymnasium" title="Gymnasium">Gymnasium</a> in Brieg und begann Ostern 1786 das Studium der <a href="Rechtswissenschaft" title="Rechtswissenschaft">Rechtswissenschaft</a> und der <a href="Kameralwissenschaft" title="Kameralwissenschaft">Kameralwissenschaft</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Halle" class="mw-redirect" title="Universität Halle">Universität Halle</a>. Er besuchte die Vorlesungen der Rechtswissenschaftler <a href="Daniel_Nettelbladt" title="Daniel Nettelbladt">Daniel Nettelbladt</a>, <a href="Johann_Christian_Woltaer" title="Johann Christian Woltaer">Johann Christian Woltaer</a>, <a href="Johann_Caspar_Ludwig_Mencke" title="Johann Caspar Ludwig Mencke">Johann Caspar Ludwig Mencke</a> und <a href="Johann_Christoph_Bathe" title="Johann Christoph Bathe">Johann Christoph Bathe</a> sowie des Naturwissenschaftlers <a href="Johann_Reinhold_Forster" title="Johann Reinhold Forster">Johann Reinhold Forster</a> und des <a href="Freidenker" title="Freidenker">Freidenkers</a> <a href="Karl_Friedrich_Bahrdt" title="Karl Friedrich Bahrdt">Karl Friedrich Bahrdt</a> (* 25. August 1741; † 23. April 1792), der Vorträge über die <a href="Moral" title="Moral">Moral</a> hielt. Aufgrund des frühen Todes seiner vier Geschwister setzte er seine akademische Laufbahn nicht weiter fort, sondern beendete seine Studien Ostern 1789 und kehrte in sein Elternhaus nach Brieg zurück, um nun praktisch tätig zu werden.
</p><p>Nach einer Prüfung bei der preußischen Oberamtsregierung in Brieg wurde er am 18. September 1789 als <a href="Auskultator" title="Auskultator">Auskultator</a> am dortigen Gericht vereidigt. Am 23. Juli 1792 erfolgte die Ernennung zum <a href="Referendar" class="mw-redirect" title="Referendar">Referendar</a> und nach dem Ablegen des juristischen <a href="Staatsexamen" title="Staatsexamen">Staatsexamens</a> in Berlin wurde er am 19. Dezember 1795 <a href="Assessor" title="Assessor">Assessor</a> in Brieg. Am 16.&nbsp;April 1796 wurde er von <a href="Friedrich_Wilhelm_II._(Preu%C3%9Fen)" title="Friedrich Wilhelm II. (Preußen)">König Friedrich Wilhelm II.</a> zum Rat bei der südpreußischen Regierung in <a href="Piotrk%C3%B3w_Trybunalski" title="Piotrków Trybunalski">Petrikau</a> ernannt. Am 10. Februar 1796 heiratete Christian August Scheller die zweite Tochter des verstorbenen <a href="Akzise" title="Akzise">Akzise</a>- und Steuereinnehmers Jeannette Henriette Juliane Erler (* unbekannt; † 25. Dezember 1812) in Brieg. Gemeinsam hatte das Paar sieben Kinder, von denen drei früh starben.
</p><p>Im Jahr 1798 wurde die Regierungsbehörde von Petrikau nach <a href="Kalisz" title="Kalisz">Kalisch</a> verlegt, dort wurde Scheller in der Folgezeit zum <a href="Pupillen" title="Pupillen">Pupillen</a>- und <a href="Konsistorium#Konsistorialrat(evangelisch)" title="Konsistorium">Konsistorialrat</a> befördert. Er verlor 1806 durch die <a href="Gro%C3%9Fpolnischer_Aufstand_(1806)" class="mw-redirect" title="Großpolnischer Aufstand (1806)">polnische Insurrektion</a> seine Ämter, weil er den Treue-Eid gegenüber dem preußischen König nicht brechen wollte, obwohl ihm die polnische Regierung einen Übertritt in den polnischen Justizdienst anbot. Dies brachte ihn in eine wirtschaftlich schwierige Lage, weil er zu diesem Zeitpunkt nicht nur seine Ehefrau und die Kinder, sondern auch seine Mutter und das Dienstpersonal versorgen musste. Das väterliche Vermögen, das durch die Herausgabe philologischer Werke gebildet worden war, hatte er inzwischen fast vollkommen verbraucht, zumal sein Vater sich die Verlagsrechte seiner Werke nicht zusichern lassen hatte.
</p><p>Im Jahre 1808 kehrte er mit seiner Familie nach Brieg zurück und erledigte dort kleinere gerichtliche Aufträge, bis er am 31. Mai 1810 als <a href="Oberlandesgerichtsrat" title="Oberlandesgerichtsrat">Oberlandesgerichtsrat</a> und Mitglied des Kriminalsenats eingestellt wurde. 1813, beim Einfall der französischen Armee in Brieg, blieb Christian August Scheller als <i>Kommissarius</i> des <a href="Oberlandesgericht_Brieg" class="mw-redirect" title="Oberlandesgericht Brieg">Oberlandesgerichts in Brieg</a> zurück; das übrige Kollegium wechselte nach Ratibor, um nicht von seinem Zuständigkeitsbezirk Oberschlesien abgetrennt zu werden, und erledigte von dort aus die Amtsgeschäfte. 1817 zog Christian August Scheller an den neuen Dienstsitz nach. In Ratibor fehlte es an einer höheren Schule, an der die Beamten ihre Kinder ausbilden lassen konnten. Weil auch Christian August Scheller drei schulfähige Söhne hatte, bemühte er sich um die Einrichtung einer solchen Lehranstalt. Viele Beamte mussten ihre Kinder in weit entfernten Gymnasien ausbilden lassen, was mit weiteren Kosten verbunden war, und so konnte bereits am 2. Juni 1819 aufgrund von Christian August Schellers Bemühungen und Vorschlägen ein Gymnasium eingeweiht werden. Er verwaltete als <a href="Pr%C3%A4ses" title="Präses">Präses</a> der Gymnasial-Schulkommission die Bildungsanstalt unentgeltlich und wurde nach deren Auflösung 1819 <i>Kommissarius perpetuus</i> des staatlichen <a href="Provinzialschulkollegium" title="Provinzialschulkollegium">Provinzialschulkollegiums</a> in <a href="Breslau" title="Breslau">Breslau</a>, dieses Amt übte er bis 1846 aus.
</p><p>In seiner Tätigkeit als Pupillenrat war er auch Kurator des <i>Judicialdepositoriums</i> in Ratibor.
</p><p>Am 14. März 1830 wurde er von <a href="Friedrich_Wilhelm_III._(Preu%C3%9Fen)" title="Friedrich Wilhelm III. (Preußen)">König Friederich Wilhelm III.</a> zum <i><a href="Geheimrat" title="Geheimrat">Geheimen</a> <a href="Justizrat" title="Justizrat">Justizrat</a></i> befördert.
</p><p>Auf eigenen Antrag wurde er nach mehr als 52 Dienstjahren am 1. Januar 1842 in den <a href="Ruhestand" title="Ruhestand">Ruhestand</a> versetzt und blieb bis zu seinem Tod in Ratibor. Er hinterließ eine Tochter und zwei Söhne.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auszeichnungen">Auszeichnungen</h2></div>
<ul><li>preußischer <a href="Roter_Adlerorden" title="Roter Adlerorden">Roter Adlerorden</a> IV. Klasse</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften">Schriften</h2></div>
<ul><li><i>Tractatvs Ivridicvs De Legato Rei Alienae Qvae Non Est Res Tertii Avctore Christiano Avgvsto Scheller Silesio A. D. XXII. Mart. MDCCLXXXIX.</i> Hundt, Halle 1789. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/structure/11482769">Digitalisat</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><cite style="font-style:italic"><a href="Neuer_Nekrolog_der_Deutschen" title="Neuer Nekrolog der Deutschen">Neuer Nekrolog der Deutschen</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>26</span>, Teil 2. Voigt, 1848, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>642–645</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=Lco5AAAAcAAJ&amp;pg=PA642">google.de</a> [abgerufen am 8.&nbsp;September 2017]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Christian+August+Scheller&amp;rft.btitle=Neuer+Nekrolog+der+Deutschen&amp;rft.date=1848&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=642-645&amp;rft.pub=Voigt&amp;rft.volume=Band+26%2C+Teil+2" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/104256524">104256524</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/15203252/">15203252</a></span> | </div>
</div></div>
</div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-06-27" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Christian_August_Scheller&amp;oldid=257409959">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>